Gemeinsam mit dem Landesvorstand der CDU Niedersachsen und den Abgeordneten der Parlamente hat Klaus-Dieter Drewes und die anderen Kreisvorsitzenden aus Niedersachsen an der Klausurtagung am 24./25. Januar 2020 in Walsrode teilgenommen. Die aktive Diskussion zu dem Themenfeld „Leistungsstarke und wohnortnahe Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“ wurde im Plenum mit dem nieders. Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, der Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Dr. Martina Wenker, dem Beisitzer des Hausärzteverbandes Niedersachsen, Dr. Uwe Lankenfeld und dem gesundheitspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Volker Meyer geführt. Die Moderation hatte Kai Seefried, der Generalsekretär der Niedersachsen-Union, übernommen.

Frau Dr. Wenker unterstrich zunächst einmal, dass wir 1990 in Deutschland insgesamt 16 000 Medizinstudentinnen und -studenten hatten. Heute sind es nur noch 10 000 junge Frauen und Männer die als Studenten eingeschrieben sind. Wir brauchen also mehr Studienplätze.  In Niedersachsen haben wir neben Sachsen-Anhalt und Brandenburg zudem noch die niedrigste Ärzteversorgungsquote und die Alterspyramide steht „auf dem Kopf“. Es rücken deutlich zu wenig junge Ärzte nach. Hausärzte sowie Kinderärzte und auch Zahnärzte fehlen in unserem Bundesland – auch bei uns in Schaumburg. Junge Mediziner, von denen zur ca. 70 % Frauen sind, gehen zudem oftmals z.B. aufgrund des geänderten Lebensmodells und der Bereitschaft nicht 70 Wochenstunden zu arbeiten, nicht in die Praxen, sondern wählen andere berufliche Herausforderungen. Es gilt neu zu denken und Entlastungen für Ärzte zu entwickeln und zu leben. Dr. Lankenfeld aus Osnabrück unterstich die Positionen von Frau Dr. Wenker und verwies darauf, dass ca. 25 % der Hausärzte auch Internisten sind und die Politik die Rahmenbedingungen speziell für die Versorgung des ländlichen Raumes setzen muss.

„Quereinstiege“ in die hausärztliche Versorgung kann sich Dr. Lankenfeld für Fachärzte sehr gut vorstellen. Gemeinsam mit dem Minister Thümler positionierte er sich gegen eine Quotenregelung bei der Versorgung mit Ärzten. Wissend, dass eine Anhebung der Studienplätze erst in 12 bis 15 Jahren eine Entlastung bringen kann, ist eine aktuelle Bewertung und schnelle Veränderung der Rahmenbedingungen nötig.  Mit Klaus-Dieter Drewes, der dieses Thema in den letzten Jahren vermehrt auch in Schaumburg erlebt hat, begrüßten die Kreisvorsitzenden und die anderen Klausurteilnehmer die Positionierungen. Da die bislang von Bund, Ländern, Kommunen, Kassenärztlichen Vereinigungen und  anderen Akteuren eingeleiteten Maßnahmen zwar wirken, aber nicht ausreichen, stellt sich die CDU Niedersachsen diesen Herausforderung und formuliert auch hier sehr klare Ziele. Mehr erfahren sie im „Maßnahmenkatalog für eine leistungsstarke und wohnortnahe Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“.